CG-Rendering eines schwarzen Mercedes-Sportautos.

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11. März 2026

Die besten Tipps zum Einsatz von Substrate für Automobildesignvisualisierung

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Substrate

Visualisierung

Die Erstellung äußerst realistischer 3D-Visualisierungen von Autos ist seit jeher eine Herausforderung. Fotorealismus erfordert eine extrem präzise Nachbildung komplexer physikalischer Faktoren und Material- und Umgebungsbedingungen.

Autos weisen aufwendige Designs mit Bögen, Kanten, Nähten im Innenraum und mechanischen Elementen auf. Zudem reflektieren die Oberflächen typischerweise sehr stark. Die CG-Visualisierung dieser Elemente erfordert eine präzise Umgebungsbeleuchtung und HDRI-Maps, um glaubhafte Reflexionen zu erzeugen.

Erschwerend kommt hinzu, dass Autos aus verschiedensten Materialien bestehen: Metallic-Lacke, Glas, Gummi, Leder, Kunststoffe und Chrom-Elemente. All diese Materialien reagieren unterschiedlich auf Beleuchtung.

In der Unreal Engine finden Automobildesigner schon lange leistungsfähige Werkzeuge, um diese Herausforderungen zu bewältigen: Angefangen beim Ray- und Path Tracing bis hin zu Nanite. Nun ergänzt Substrate die Sammlung mit einem leistungsfähigen Framework für komplexe und realistische Materialien. Für deinen gelungenen Einstieg in Substrate haben wir erst kürzlich in Fab mehr als 280 Substrate-Materialien speziell für das Automobildesign veröffentlicht. Das Paket wurde komplett in Substrate entwickelt und bietet physikalisch akkurate, produktionsbereite Grundmaterialien für deine Automobilvisualisierung. Hier erfährst du mehr Details rund um die Materialien und kannst sie direkt herunterladen.

Wir haben uns zudem mit drei Firmen aus dem Automobildesignsektor zusammengesetzt und ihre drei besten Tipps für die Arbeit mit diesem leistungsstarken Materialerstellungssystem zusammengetragen.
CG-Rendering einer Frau, die gegen die Tür eines Audis lehnt.
Mit freundlicher Genehmigung von Renderoom

Was ist Substrate?


Substrate wurde entwickelt für die Erstellung äußerst realistischer Materialien, die bis dahin nur schwer oder unmöglich machbar waren. Dazu zählen realistische Schneeanhäufungen, Pfützen oder ausgefeilte Lackierungen auf Autos.
Das System basiert auf den physikalischen Prozessen der Lichtstreuung und nutzt dafür bestimmte Eigenschaften mit festgelegten Einheiten, um spezifische Materialien mit höherer Präzision darzustellen.

Statt eines einzelnen Schattierungsmodells kannst du so mehrere Materialebenen mit verschiedenen Eigenschaften anwenden. Damit werden komplexere Effekte wie Klarlacke auf Autos oder eine Wasserschicht auf einer anderen Oberfläche möglich.

Der daraus resultierende Workflow bringt ausdrucksvollere Ergebnisse und bietet mehr Parametermöglichkeiten für Künstler. Seit UE 5.7 ist Substrate bereit für den Produktionseinsatz und standardmäßig für neue Projekte aktiviert.
CG-Render eines gelben Sportautos von Lexus.
Mit freundlicher Genehmigung von Rotor Studios

Tipps von Rotor Studios für den Einsatz von Substrate

 
Rotor Studios ist eine Kreativagentur für die Entwicklung hochwertiger, individualisierbarer Marketinginhalte speziell für die Automobilindustrie – von kinematografischen Filmen, die die Veröffentlichung zelebrieren, über fotorealistische Renderings bis hin zu VR-Erlebnissen und interaktiven Konfiguratoren.

Wir haben Luke Sandford, den Chief Creative Technologist und Miteigentümer von Rotor, nach seinen drei besten Tipps für den Einsatz von Substrate in der Automobildesignvisualisierung gefragt.

Tipp 1: Beginne mit Referenzen – sowohl für das Produkt als auch für die kreative Arbeit. Einen Look anzustreben, den man liebt, sorgt für den entscheidenden Unterschied.

Tipp #2: Erforsche die Realität: Die neuen Werkzeuge von Unreal belohnen Aufmerksamkeit dafür, wie sich Licht und Materialien in der realen Welt verhalten. Lerne, wie Materialien Licht absorbieren und reflektieren. Lerne, wie Szenen in einem echten Dreh ausgeleuchtet werden könnten. Je mehr du darüber erfährst, wie sich Materialien in der realen Welt verhalten, desto leichter wird es, mit digitalen Werkzeugen Realität zu schaffen.

Tipp #3: Meistere Materialien: Baue eine Bibliothek mit Substrate-basierten Materialien auf. Epics neues Substrate Automotive-Materialpaket ist eine großartige Grundlage. Verwende ein einheitliches Farbmanagement, ausgewogene/kalibrierte Beleuchtung und miss Referenzbeispiele aus der echten Welt. Und um auf den ersten Punkt zurückzukommen: Fotorealismus beginnt mit Bodenwahrheit-Referenzen.
CG-Render des blauen Lacks eines Audis.
Mit freundlicher Genehmigung von Renderoom

Tipps von Renderoom zur Verwendung von Substrate

 
Das CG-Studio Renderoom wurde von den erfahrenen Visualisierungsexperten für Automobile Sema Sezgin und Leonard Krüger im Jahr 2021 ins Leben gerufen. Das Studio bietet digitale Medienproduktionen für die Automobilbranche und andere Branchen an. 

Wir haben den Managing Partner Krüger nach seinen besten Tipps für die Arbeit mit Substrate gefragt, mit denen man erstklassige Ergebnisse erzielen kann.

Tipp 1: Beginne mit einer soliden Grundidee und erarbeite dir dann Referenzen für die Kameraführung, Komposition und das Materialaussehen. Was genau möchtest du erreichen?

Tipp 2: Mache es nicht zu kompliziert, aber achte auch auf wichtige Details. Sorge für eine angemessene Balance deiner Substrate-Materialien, der Position des Autos, der Kamerakomposition und der Platzierung deiner Szenenbeleuchtung.

Tipp 3: Male mit Licht. So lässt du deine Substrate-Materialien wirklich erstrahlen. Ziehe alle Aufmerksamkeit auf dein Hauptobjekt und lenke den Fokus mit strategisch positionierten Leuchtspots, Reflexionen und Schatten auf besondere Details.
CG-Render eines gelben Autos unter gelber Beleuchtung.
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Tipps von Lotus Cars für die Arbeit mit Substrate


Lotus Cars ging von der Verwendung von Spielengines zur Auslotung früher Entwürfe dazu über, Werbespots, Mensch-Maschine-Schnittstellen (HMI) und vieles mehr mit der Technologie zu erstellen. Wir haben uns vom Visualisierungsteam von Lotus einige Ratschläge geholt, um Substrate optimal einzusetzen.

Tipp 1: Nutze breit gefächerte Referenzen. Beschränke dich für deine Inspiration nicht nur auf den Automobilbereich. Sieh dich auch in anderen Bereichen wie Film, Fotografie und Architektur um, um deine kreative Ideenfindung zu bereichern. Beim Einrichten von Aufnahmen solltest du wie ein echter Fotograf denken: Nutze authentische Kamerawinkel, Linsen und Bewegungen, um deinen CGI-Szenen kinoreifen Realismus zu verleihen.

Tipp 2: Priorisiere Materialauthentizität. Materialien sind der Schlüssel zu glaubhaftem Realismus. Baue und teste unter den richtigen Beleuchtungsbedingungen und achte besonders genau auf Attribute wie Rauheit, Reflexionsvermögen und Lichtstreuung unter der Oberfläche, die dein Endergebnis beeinflussen. Ein fachmännisch angelegtes Material kann die Glaubhaftigkeit deiner Assets drastisch verbessern.

Tipp 3: Achte auf Aufnahmekontinuität. Denke über einzelne Aufnahmen hinaus und beachte, wie sie ineinander übergehen. Nutze Kamerabewegungen und Fahrzeugbewegungen, um einen natürlichen Szenenübergang zu schaffen. Diese Kontinuität verbessert das Storytelling und hält das Interesse der Zuschauer die ganze Sequenz über aufrecht.

Möchtest du Substrate selbst ausprobieren?

Seit Unreal Engine 5.7 ist Substrate produktionsbereit und standardmäßig für neue Projekte aktiviert. Lade dir UE 5.7 gleich herunter und entdecke deine neuen Möglichkeiten bei der Materialerstellung, mit denen du noch individuellere Materialien für deine Objekte erschaffen kannst.
 
Vergiss nicht, dir deine kostenlosen Substrate-Materialien bei Fab zu holen, um bei deinem nächsten Projekt direkt durchzustarten.
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