So hat es PropVR möglich gemacht
Wir haben uns mit Sunder Jagannathan, Mitbegründer und CEO von PropVR, unterhalten, um Einblick in den Ansatz des Unternehmens zum Einsatz von digitalen Zwillingen sowie das umfassende Digitaler-Zwilling-Projekt für DAMAC zu erhalten.
Bitte erläutern Sie Ihren professionellen Hintergrund. Was hat Sie zur Gründung von PropVR verleitet?
Jagannathan: Meine Karriere befand sich schon immer an der Schnittstelle zwischen Technologie, Architektur und immersiven Erlebnissen. Im Laufe der Jahre konzentrierte ich mich darauf, wie man fortschrittliche 3D-Technologien wie Unreal Engine, XR und KI mit Branchen wie der Immobilienbranche und Smart-Citys vereinen konnte, um neue Möglichkeiten zur Visualisierung von, Interaktion mit und Entscheidungsfindung von Räumen zu erschaffen.
Bei PropVR bin ich für die Strategie, Innovation und das Geschäftswachstum zuständig. Dabei ist es meine Aufgabe, digitale Zwillinge weltweit zu skalieren und die Art, wie man Umgebungen erlebt, von Grund auf neu zu gestalten.
Erzählen Sie uns von Ihrer Sicht und Ihrer Vision für digitale Zwillinge.
J: Für mich ist ein digitaler Zwilling viel mehr als ein bloßes 3D-Modell. Es ist eine dynamische, datengesteuerte Nachbildung eines physischen Gebäudes oder einer Umgebung, die Echtzeitinteraktion, Monitoring und Einblick ermöglicht. Eine Verbindung zwischen physischen und virtuellen Welten über Datenintegration, die die Entscheidungsfindung der Kunden sowie die Zusammenarbeit mit Stakeholdern optimiert.
Wir bei PropVR erwecken diese Vision zum Leben, indem wir interaktive, detailgetreue 3D-Umgebungen erstellen – mit dem Potenzial, in der Zukunft Live-Daten-Streams wie IoT-Sensoren, GIS-Ebenen und KI-Analysen zu integrieren. Wir helfen Interessentengruppen dabei, ihre Gebäude nicht nur zu visualisieren, sondern sie auch zu verstehen und mit ihnen zu interagieren.
An welchen Arten von Projekten arbeitet PropVR?
J: PropVR ist ein Raumtechnologie-Unternehmen, das sich auf die Erstellung von immersiven digitalen Zwillingen, Echtzeitanwendungen und interaktiven 3D-Erlebnissen für die Immobilien-, Hotel-, Flug- und Smart-City-Branchen konzentriert.
Im Laufe der Zeit haben wir stabile Pipelines entwickelt, die es Unternehmen ermöglichen, solche Erlebnisse schnell über verschiedene Plattformen zu bauen und einzusetzen.
Ob für virtuelle Verkäufe, Masterplan-Visualisierungen oder Smart-City-Zwillinge – wir konzentrieren uns darauf, erkundbare, interaktive und praktikable datenreiche Umgebungen zu erstellen.
Erzählen Sie uns mehr über das Digitaler-Zwilling-Projekt für DAMAC. Warum haben Sie sich für digitale Zwillinge entschieden?
J: Für das Projekt von DAMAC mussten wir einen hyperrealistischen digitalen Zwilling der geplanten Communities des Unternehmens erstellen, um die Art und Weise zu verändern, wie das Unternehmen die Verkäufe, das Marketing sowie das Interesse von Stakeholdern angeht.
Traditionelle Immobilienverkäufe verlassen sich häufig auf statische Broschüren und Rendergrafiken, aber digitale Zwillinge ermöglichten es DAMAC, interaktive Führungen, Echtzeit-Projektupdates und immersive Präsentationen zu gestalten. Dadurch konnten die Teams des Unternehmens weltweit Projekte präsentieren, das Vertrauen der Käufer steigern und effizienter Geschäfte abschließen.
Heute gehört DAMAC in der Region zu den führenden Anwendern dieser Technologie und digitale Zwillinge werden in zahlreichen Portfolios eingesetzt, darunter für Wolkenkratzer, Gemeinden und Markengebäude.
Wie helfen digitale Zwillinge Stakeholdern bei der Besichtigung eines Gebäudes?
J: Der digitale Zwilling für DAMAC wurde als Engagement-Plattform der nächsten Generation entworfen und bietet zahlreiche Funktionen wie interaktive 3D-Navigation, KI-gesteuerte MetaHuman-Verkaufsavatare und die Gestaltung von Innenräumen.
Kunden können auf immersive und interaktive Weise unterschiedliche Ebenen des Projekts erkunden und erhalten Zugriff auf Masterplan, Standort-Highlights, Annehmlichkeiten, Grundrisse, Wohnungslayouts und Innenräume. Die Verkaufsavatare ermöglichen interaktive Verkaufsgespräche innerhalb des digitalen Zwillings.
Was passiert, wenn der digitale Zwilling angepasst oder erweitert werden muss?
Die Umgebung des digitalen Zwillings von DAMAC kann detailliert angepasst und für andere Arten von Verkaufsinhalten erweitert werden.
Zum einen ist das System so aufgebaut, dass Verkaufsteams einfach benutzerdefinierte Animationen und dynamische Führungen für Präsentationen und Social-Media-Zwecke erstellen können. Außerdem können sie Inhalte für Offline-Touchpoints wie Ausstellungen, Events und Verkaufsgalerien wiederverwenden und anpassen, um Käufern ein konsistentes Erlebnis zu bieten.
Zusätzlich können sie die detailgetreuen Assets für browserbasierte Erlebnisse verwenden und die gleiche Qualität über verschiedene Plattformen anbieten.
Welche Arten von kontinuierlichen Live-Daten verarbeitet der digitale Zwilling in Echtzeit?
Der digitale Zwilling verbindet sich zur Verfolgung von Echtzeitverkäufen und Leadmanagement direkt mit dem Inventar und den CRM-Systemen von DAMAC. Zudem ist er in der Lage, IoT-Sensoren zu integrieren – darunter Umgebungsmetriken, Auslastung, Beleuchtung und Nutzen –, um betriebliche Zwillinge für cleveres Asset-Management zu ermöglichen.
Der derzeitige Fokus liegt auf interaktiven Verkäufen sowie der Visualisierung, das System ist jedoch darauf ausgelegt, dass es für die Integration von Live-Daten für Betriebe und Smart-Citys skaliert werden kann. Zukünftige Upgrades unterstützen Live-Updates zum Bau, Phasenverfolgung und Inventarmanagement.
Oha, das sind aber eine Menge Funktionen! Wieso haben Sie sich für die Unreal Engine zur Entwicklung dieser Art von digitalen Zwillingen entschieden?
Die Unreal Engine bietet die perfekte Balance zwischen kinematografischer Optik und Echtzeitinteraktivität. Sie ist in der Lage, realistische Beleuchtung darzustellen, ist skalierbar und unterstützt mehrere Plattformen – darunter VR, AR, Web und Touchscreen –, was sie zu unserer optimalen Lösung macht.
Darüber hinaus ermöglicht uns die Flexibilität der Unreal Engine benutzerdefinierte 3D-Pipelines, die die Erstellung, den Einsatz sowie die Optimierung dieser Erlebnisse über diverse Geräte und Kanäle beschleunigen.
Was sind die größten Erkenntnisse, die Sie durch die Arbeit am Projekt gewonnen haben?
Der Einfluss von interaktivem Geschichtenerzählen in der Immobilienbranche. Der Übergang von statischen Grafiken zu vollständig erkundbaren Umgebungen hat die Käuferbindung und -Wahrnehmung drastisch verändert.
Eine weitere wichtige Erkenntnis war die Notwendigkeit einfacher Inhaltsupdates, mit denen Marketing- und Verkaufsteams Änderungen am Inventar, Preisen und der Verfügbarkeit ohne technische Eingriffe vornehmen können.
Wie sieht Ihrer Meinung nach die Zukunft von digitalen Zwillingen aus?
J: Ich bin der Meinung, dass digitale Zwillinge zu lebendigen, vernetzten Ökosystemen heranwachsen werden, in denen Echtzeitdaten, KI-Einblicke und immersive Erlebnisse nahtlos zusammenlaufen.
Wir gehen davon aus, dass digitale Zwillinge in den nächsten fünf Jahren eine entscheidende Rolle bei intelligenten Gebäudesystemen, der Nachhaltigkeit und Energieverwaltung spielen werden und über den Verkauf auch in die Bereiche des Asset-Managements, der prädiktiven Instandhaltung und Städteplanung einfließen werden. Mit Fortschritten in den Bereichen KI, prozeduraler Generierung und Automatisierung können digitale Zwillinge schneller und kosteneffektiver erstellt und skaliert und weiteren Branchen zur Verfügung gestellt werden.
Wir bei PropVR freuen uns darauf, die Grenzen des Möglichen weiter auszureizen und die Zukunft dessen, wie Umgebungen visualisiert, erlebt und verwaltet werden, umzugestalten.