Spotlight
CORYS geht neue Wege in der Eisenbahnsimulation mit Unreal Engine 5
Der Umfang und die Komplexität des VENUS-Systems von CORYS machen es zu einer der ausgefeiltesten Eisenbahn-Simulationsplattformen der Welt. Bemerkenswerterweise ist die Plattform nur als Zwischenschritt zu etwas noch Größerem, Umfassenderem gedacht.
"Wir bewegen uns von einer Simulation als reines Trainingswerkzeug zu einer Simulation als ausgeklügelte Digitaler-Zwilling-Plattform", sagt Renaud Perez. "Die Grundlage, die wir in Unreal Engine entwickelt haben, eröffnet uns den Weg zur Integration realitätsgetreuer Simulationen in den gesamten Betriebsablauf von Eisenbahnen."
Nächstes Jahr wird aus VENUS ein echter digitaler Zwilling, der bestehende fotorealistische, hochpräzise Simulationen mit Echtzeit-Betriebsdaten, Asset-Management und Technikabläufen verbindet. Betreiber können dann eine einzige Plattform für Training, Streckenplanung, Infrastrukturverwaltung, Störfallanalyse und Systemvalidierung nutzen.
Danach kommt die Validierung autonomer Systeme: Der Eisenbahnsektor setzt immer stärker auf Automatisierung. Dabei sind synthetische Sensordaten aus Simulatoren unverzichtbar für das Training und die Begutachtung von KI-Systemen. VENUS soll dabei Spezialfälle, gefährliche Szenarien und seltene Umgebungszustände generieren, die in Tests in der realen Welt nur schwer oder gar nicht erfassbar wären.
"Abgesehen von Fahrertraining sind unsere Simulatoren auch Werkzeuge für die Infrastrukturplanung, Betriebsoptimierung und Sicherheitsanalyse", erläutert Renaud. "Du möchtest ermitteln, wie gut eine neue Signalkonfiguration funktioniert? Modelliere sie im digitalen Zwilling, bevor sie in der echten Welt erprobt und eingesetzt wird."